In dieser Folge von Helvetia kommt spricht Dania Schiftan mit Sandra Wurster. Sie beschäftigt sich in ihrer eigenen Arbeit intensiv mit Themen rund um Sinnlichkeit, Sexualität, Körper und persönliche Entwicklung und hat die "Bauchfrauen" ins Leben gerufen: Eine Plattform für mehr Selbstliebe und Vielfalt im Leben. Im Gespräch mit Dania bringt sie jedoch eine sehr persönliche und verletzliche Geschichte mit.
Dania spricht mit Sandra über sexualisierte Gewalt, die sie erlebt hat und darüber, welche Spuren diese Erfahrung bis heute hinterlassen hat. Dabei geht es nicht nur um das Erlebte selbst, sondern auch um die Frage, wie das nahe Umfeld darauf reagiert. Besonders der Umgang ihrer Mutter spielt im Gespräch eine wichtige Rolle: Was passiert, wenn etwas Schlimmes erlebt wurde, aber Menschen im nächsten Umfeld nicht hinsehen, nicht sprechen oder nicht auffangen können?
Sandra erzählt offen, wie sehr solche Erfahrungen nachwirken können, auch dann, wenn man sich bereits viel damit auseinandergesetzt hat, viel verstanden und viel aufgebaut hat. Denn manche Wunden zeigen sich nicht nur in der Vergangenheit, sondern tauchen immer wieder auf: in Gesprächen, in Beziehungen, im Körper, in Erinnerungen und in Momenten, in denen alte Verletzungen plötzlich wieder spürbar werden.
Dania und Sandra sprechen auch darüber, was es bedeutet, als „Opfer“ bezeichnet zu werden oder sich selbst mit diesem Wort auseinanderzusetzen. Darf dieses Wort vorkommen? Hilft es? Verengt es? Oder kann es manchmal auch benennen, was wirklich passiert ist?
Eine Folge über sexualisierte Gewalt, Verarbeitung, familiäres Schweigen und die Frage, was Betroffene brauchen, um mit ihrer Geschichte weiterleben zu können. Aber auch, wie es gelingen kann, trotz Trauma eine erfüllte und lustvolle Sexualität zu leben. Bitte achte beim Zuhören gut auf dich. Pausiere die Folge, wenn du merkst, dass sie zu viel auslöst.